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Vorankündigung: Eine Tagung von Avenir Suisse und ETH Zürich
12. Januar 2007, ETH Zürich
«Wissenschaft und öffentlicher Diskurs: Katastrophenszenarien vs. Cost Benefit Analyse»
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Mit Zahlen und Fakten hatte Bjørn Lomborg 2001 in seinem Buch «The Skeptical Environmentalist» die allgemeine Verschlechterung des Zustands der Umwelt in Frage gestellt und damit eine breite Diskussion ausgelöst. Avenir Suisse und die ETH Zürich organisieren zu diesem Themenkomplex im Januar 2007 eine Konferenz mit Bjørn Lomborg als Hauptreferent. Im Zentrum steht die Frage nach der Wertung und politischen Instrumentalisierung von «wissenschaftlichen» Katastrophenszenarien und deren Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft.
Insbesondere im Umweltbereich, aber auch in Bereichen der medizinischen Forschung, werden naturwissenschaftliche Fakten immer stärker überstrapaziert, unterschlagen, oder gar vollständig durch subjektive Argumente und Meinungen substituiert. Es gehört inzwischen zum politischen Alltag, dass die emotionale Sprengkraft von Reizthemen wie Stammzellenforschung für Stimmenfang genutzt wird. Damit verfliessen die Grenzen zwischen wissenschaftlich belegbaren Fakten und alarmistischer Rhetorik zunehmend. Eine prekäre Irritation in Bezug auf die wissenschaftliche Forschung ist die Folge. Weil sich alle Seiten auf Wissenschaftlichkeit berufen und ein «Wahrheitsmonopol» beanspruchen, verstärkt sich die Skepsis in der Öffentlichkeit zusätzlich.
Im Zentrum der Tagung steht die Frage, warum Katastrophenszenarien weit öffentlichkeitswirksamer sind und politisch instrumentalisiert werden, wogegen Fakten gleichsam unterzugehen drohen, und wie die Debatten rationalisiert werden können - auch unter Berücksichtung der kulturellen Dimension, da es sich nämlich zeigt, dass Risiken und Wahrscheinlichkeiten dies- und jenseits des Atlantiks nicht auf dieselbe Weise wahrgenommen werden. Zum zweiten geht es um die Frage, welche gesamtgesellschaftlichen Kosten entstehen, wenn sich einzelne «pressure groups» gegen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfolgreich wehren.
Ziel der Tagung ist es, eine Plattform für einen konstruktiven Dialog zwischen Wissenschaft, Medien, Politik, Unternehmen und Öffentlichkeit zu bieten. Die Tagung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Politik (Bildungs- und Forschungspolitik, Umweltpolitik), Medien und Kommunikation (nationale, regionale und Fachmedien, Journalisten in Ausbildung), Universitäten und Fachhochschulen (insb. deren Forschungsabteilungen), an die Scientific Community (Persönlichkeiten und Institutionen) sowie an Unternehmen (F&E-Abteilungen).
Key-note-speakers sind:
- Prof. Bjørn Lomborg, Copenhagen Business School
- Dr. Steven F. Hayward, American Enterprise Institute
- Prof. Peter Weingart, Universität Bielefeld
- Prof. Didier Sornette, ETHZ.
Weiter zugesagt haben der Evolutionsbiologe Prof. Josef Reichholf von der TU und der Ludwig-Maximilians-Universität München, der mit der Fragestellung vertraute Kolumnist Michael Miersch von Maxeiner & Miersch, die Geologin und Nationalrätin Dr. Kathy Riklin und Prof. Meinrad Eberle, Projektleiter Jubiläum 150 Jahre ETH. Weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Medien und NGOs sind angefragt.
Freundliche Grüsse Avenir Suisse: Katja Gentinetta, Dr. phil. Leiterin Strategie/Planung und Stv. Direktorin ETH Zürich: Gerhard Schmitt, Prof. Dr., Vizepräsident Planung & Logistik
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