An bisherige und zukünftige Teilnehmer des Zermatter Symposiums

«Lissabon» oder die Planbarkeit von Wachstum und Innovation: Ein europäischer Irrweg?

Der Europäische Rat beschloss im März 2000 in Lissabon, die EU bis 2010 zu transformieren zum «wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem grösseren Zusammenhalt zu erzielen». Anfang Februar dieses Jahres liess sich die Diskrepanz zwischen dieser Ankündigung und der Realität nicht länger aufrechterhalten. Die Agenda wurde durch einen neuen, weniger ehrgeizigen Entwurf ersetzt. Die Grundfragen hinter der Initiative allerdings bleiben. Lassen sich Innovation und Wachstum planen? Welche Bildungsstruktur erfordern sie? Welche «Kultur» ist förderlich und welche hinderlich? Warum entwickeln sich verschiedene Länder und Regionen (auch innerhalb Europas) unterschiedlich? Wie gehen Unternehmen selbst – letztlich die Quelle von Innovation, Wachstum und Beschäftigung – das Problem an? Was ist von erfolgreichen Beispielen in anderen Weltgegenden zu lernen?

Diese Fragen sind das Thema des 12. Zermatter Symposiums, das von Avenir Suisse und der Universität Leipzig organisiert wird und vom 21.-25. August 2005 stattfindet. Während fünf Tagen treffen sich namhafte Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, um diesen Fragenkomplex im informell- exklusiven Rahmen im aussergewöhnlichen Umfeld der Walliser Alpen zu diskutieren.

Wie in den vergangenen Jahren wird es möglich sein, am gesamten Symposium oder an einzelnen Tagen/Themen teilzunehmen. Wir bitten Sie, sich dieses Datum vorzumerken. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt eine Einladung mit detailliertem Programm und Referenten erhalten.

Mit freundlichen
Grüssen

Thomas Held, Stefan Flückiger         Rolf Hasse
Avenir Suisse                                 Universtität Leipzig

Provisorisches Programm:

Sonntag, 21. August
Einführung:

  • Die «Lissabon»-Strategie (Motivation, politische Hintergedanken, Mechanismus)
  • Gründe des vorauszusehenden Scheiterns Perspektiven aus einem EU-Mitgliedsland und aus der Schweiz
  • Unterschiede zwischen den Ländern


Montag, 22. August
Bildung/Forschung/Innovation:

  • Was sind die Treiber von Innovation? (Vertreter Forschung)
  • Welches universitäre/akademische Umfeld ist nötig? Staatliche vs. Private Bildungsanstalten in Europa/USA/Asien: Bilanz/Aussicht
  • Risikobereitschaft und Risikoverhinderung als politische Rahmendbedingungen; Unterschiede zwischen Europa, USA und Asien

Dienstag, 23. August
«Lissabon» aus der Perspektive der Wirtschaft/der Unternehmen:

  • Wie «planen» Unternehmen Wachstum und Innovationen? Welche Strategien waren erfolgreich, welche nicht? Welche staatlichen Eckpunkte sind wichtig? Wie «europäisch» können und sollen Unternehmen und Arbeitnehmer sein? Wie wichtig sind Wirtschaftsregionen und Ballungszentren?
  • «Lissabon» aus der Sicht von global tätigen Unternehmen

Mittwoch, 24. August
Lektion aus dem «Lissabon»-Prozess für die Regierungen

  • Verschiedene Vertreter aus Regierung und Verwaltung (Deutschland, Schweiz, EU-Kommission, andere)

Donnerstag, 25. August
Abschluss:

  • Podiumsdiskussion: Die Zukunft planen oder ermöglichen?

Kontakt: Stefan Flückiger, Avenir Suisse, E-Mail

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