 | «Männer, Frauen, Kinder – Staatsaufgabe oder Privatsache?»
5. Ideenmesse der Schweizer Think Tanks Donnerstag, 6. November 2008, Technopark Zürich, ab 09.30 Uhr
|  | Die Familienstrukturen und sozialen Rollen haben sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts grundlegend verändert und befinden sich weiterhin im Wandel. Während das familiäre und gesellschaftliche Bild in den 50er Jahren noch sehr konservative Züge trug, erlebten wir in den letzten vierzig bis fünfzig Jahren eine Befreiung der Geschlechterrollen, eine Umwälzung der familiären Strukturen und eine gesellschaftliche und berufliche Emanzipation der Frau. Damit stellt sich die Frage, wie der Staat auf diese dynamischen Prozesse reagiert hat und wie er in Zukunft reagieren soll. Denn wie schon in der Vergangenheit beeinflusst der Staat auch heute nicht nur die Wirtschaft und die Politik, sondern auch die Familienstrukturen und individuellen Lebensentwürfe stark.
Die Rolle des Staates soll deshalb grundlegend überdacht und neu definiert werden. Ist es sinnvoll, den staatlichen Einfluss auf Familien, Kinder und Individuen zu erhöhen, oder sollte er sich vielmehr im Sinne der gesellschaftlichen Liberalisierung vermehrt aus den privaten Verhältnissen zurückziehen? Umgekehrt stellt sich die Frage, wie viel der Bürger vom Staat verlangen darf. Welche Aufgaben muss der Staat gegenüber Männern, Frauen und Kindern wahrnehmen und wann muss er wieder vermehrt an die Eigenverantwortung der Individuen appellieren?
An der diesjährigen Ideenmesse werden konkrete Fragen vertieft und diskutiert. Nach den beiden Inputreferaten von Prof. Suzette Sandoz und Prof. Beat Fux wird man in 12 Sessions versuchen, Antworten auf folgende aktuelle Fragen zu geben: Welche Rechte haben Kinder, welche Rechte Mütter, welche Väter? Heisst Chancengleichheit, dass sich der Staat nun um die Frühförderung kümmern muss? Wer würde von einer Individualbesteuerung profitieren? Soll eine familienfreundliche Wirtschaft durch staatlichen Zwang oder Wettbewerb zwischen den Unternehmen erreicht werden? Ist ein gesundes Kind ein Recht oder eine Pflicht? Was für eine Politik braucht es für die Familie von morgen? Auf dem Schlusspodium werden die Nationalrätinnen Chantal Galladé und Barbara Schmid-Federer, die Professorin Andrea Maihofer, der Publizist Gerd Habermann und Alfred Leu (CEO von Generali) unter der Leitung von Katja Gentinetta (Avenir Suisse) über die Strategien und den Reformbedarf der Männer-, Frauen- und Kinderpolitik der Zukunft diskutieren.
Die Ideenmesse bietet Raum, um aktuelle Fragen rund um Männer, Frauen, Kinder und Familie im Spannungsfeld zwischen Staat und Privatsphäre kontrovers zu diskutieren.
Das Programm finden Sie hier. Die Ideenmesse wird von Avenir Suisse organisiert und ist offen für alle. Der Eintritt ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Kontakt: Daniela Lepori, daniela.lepori@avenir-suisse.ch, Tel. 044 445 90 18, www.ideenmesse.ch
| |  |
|