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«Männer, Frauen, Kinder – Staatsaufgabe oder Privatsache?»
5. Ideenmesse der Schweizer Think Tanks
Donnerstag 6. November 2008, Technopark Zürich, ab 09.00 Uhr

Gesellschaft und Wirtschaft sind nach wie vor durch eine ausgeprägte Rollen- und Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern geprägt. Zwar hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vieles geändert, vor allem bei den Frauen. Die Frauen haben das Stimmrecht erhalten und sind in der Politik auf allen Ebenen vertreten. Sie haben in der Bildung enorm aufgeholt - teilweise sogar überholt. Sie sind häufiger als früher erwerbstätig und sie haben öfters keine Kinder, besonders gut ausgebildete Frauen. Geringer scheinen die Änderungen bei den Männern. Zwar gehören in der Schweiz Väter mit Kleinkindern inzwischen zum vertrauten Strassenbild, insgesamt scheinen Männer jedoch stärker als Frauen an hergebrachten Rollen festzuhalten.

Was heisst das für die Wirtschaft, was für die Politik? Der Staat greift bereits heute auf vielfältige Art und Weise in die individuellen Lebenswege und Entfaltungsmöglichkeiten von Kindern, Frauen und Männern ein und gestaltet damit die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung massgeblich mit. Der Staat schützt, bevormundet, privilegiert, schränkt ein, ermächtigt, fordert, zahlt …

An der diesjährigen Ideenmesse steht das Verhältnis zwischen Staat und Individuum, zwischen Legitimität staatlicher Einflussnahme und Grenzen der Privatsphäre zur Debatte. Wo hört das Private auf? Welche Rolle hat der Staat in einer freiheitlichen Gesellschaft für Frauen, Männer und Kinder? Konkrete Fragen sind beispielsweise: Ein (gesundes) Kind, ist das ein Recht, eine Pflicht? Welche Rechte haben Kinder, welche Rechte Mütter, welche Väter? Heisst Chancengleichheit, dass sich der Staat nun um die Frühforderung kümmern muss? Wer würde von einer Individualbesteuerung profitieren? Eine familienfreundliche Wirtschaft: soll sie durch staatlichen Zwang oder Wettbewerb zwischen den Unternehmen erreicht werden? Welche Politik braucht es für die Familie von morgen?

Die Ideenmesse bietet Raum, um aktuelle Fragen rund um Männer, Frauen, Kinder und Familie zwischen Staat und Privatsphäre kontrovers zu diskutieren.

Die Ideenmesse wird von Avenir Suisse organisiert und ist offen für alle. Die Einladung mit dem Programm folgt im September. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist kostenlos.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Kontakt:
Daniela Lepori, daniela.lepori@avenir-suisse.ch; Tel. 044 445 90 18